schillerschule frankfurt

 

erweiterung und sanierung der schillerschule in frankfurt

die schillerschule ist ein gymnasium in frankfurt am main im stadtteil sachsenhausen. es werden etwa 1200 schüler unterrichtet. das kollegium umfasst etwa 80 lehrkräfte. damit gehört sie zu den größten schulen frankfurts.
1908 als erstes mädchengymnasium in frankfurt gegründet, ist die schillerschule ist in den 50er jahren nach der kriegszerstörung wieder aufgebaut worden und seit 1968 als gemischtes gymnasium geführt.
in den jahren 2006 - 2008 ist der ostflügel komplett überarbeitet, erweitert und saniert worden. es wurden neue fachräume und eine bibliothek angebaut, eine mensa und weitere projekträume umgebaut. im westflügel wurden bisher noch keinerlei sanierungsmaßnahmen durchgeführt.
der bestehende gebäudekomplex ist der gebäudeklasse 5 zuzuordnen. es besteht derzeit aus vier teilen: ost- und westflügel, haupttreppenhaus, aula und turnhalle. diese komponenten begrenzen in südlicher richtung den schulhof. die vorhandene aula im 1.og des westflügels gilt als versammlungsstätte und fasst ca. 340 personen.

ergänzt wird nun der komplex um eingangsgebäude für die aula mit galerie und eine einfeld- sporthalle mit den dazugehörigen nebenräumen und aufzug. die sporthalle wird der gebäudeklasse 3 zugeordnet.
die neue sporthalle wird auf grund der zu geringen kapazität der vorhandenen turnhalle erforderlich. geplant ist eine sporthalle für 35 personen, ohne zuschauerplätze. es wird eine zusätzliche vereinsnutzung angestrebt.

bei dem nachfolgend beschriebenen bauvorhaben handelt es sich um den neubau der einfeld sporthalle und den zweigeschossigen anbau an den westflügel der schillerschule. des weiteren werden im zuge der baumaßnahme mängel im bereich der haustechnik, akustik und brandschutz am bestehenden gebäude westflügel saniert. die fluchtwegsituation wird den aktuellen bestimmungen angepasst.
die behindertengerechte zugänglichkeit wesentlicher bereiche des vorhandenen schulgebäudes wird hergestellt. turnhalle und die aula werden über den aufzug erreichbar sein.

der anbau verbindet im untergeschoss die bestehende turnhalle und die bestehende aula im 1. og mit den schulgebäude. es entsteht ein neuer eingangsbereich mit zugang zum eg westflügel, einer galerie zur aula und ein bühnennebenraum. im unterirdisch werden einerseits die geräteräume für die turnhalle erweitert und die anbindung zum sporthalle hergestellt.

im 4.og wird der aufbau eines planetariums geplant. eine neue verzinkte stahlbautreppe an der westlichen außen- wand, ausgehend vom darunterliegenden geschoß ergibt den 2. fluchtweg aus dem planetarium.

die neue sporthalle wird als eigenständiger baukörper im nördlichen bereich des pausenhofes errichtet. dabei wird das gebäude zur hälfte eingegraben, um das volumen im hof zu reduzieren. die standorte der bäume an der nordwestlichen grundstücksgrenze bleiben erhalten . eine neue pausenfläche auf dem dach der halle schafft durch einen beschatteten freisitz neue aufenthaltsqualitäten. die fläche ist von außen über eine treppenrampe, die die nebenräume der halle beinhalten, zu erreichen. die wiederherstellung des schulhofes mit dem neuen, separaten zugang zur aula und neuen sporthalle wird mit folgendem ergänzt:

- "grüner klassenraum"
- verschiedene spiel- und bewegungsflächen
- vertikaler garten
- fahrradstellplätze

während der baumaßnahme wird die schulnutzung im westflügel komplett ausgelagert. die schule kann nach abschluss dieser bauphase im jahr 2011 die geplanten und sanierten räumlichkeiten beziehen.

bearbeitung:
in kooperation mit trapez-architektur
bilder:
archimage - meike hansen